Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Bianca Wirnharter - Endodontologin, Implantologin und zahnärztliche Hypnotherapeutin

Zahngesunde Ernährung

Tipps für eine zahnfreundliche Ernährung von Dr. Wirnharter - Ihrer Zahnärztin in Amerdingen

  • Was ist gut und was ist weniger gut für meine Zähne?
  • Wie schütze ich meine Zähne und die meines Kindes vor Karies?
  • Was muss ich während der Schwangerschaft beachten?

Wir haben Ihnen hier ein paar Tipps und Informationen zusammengestellt, worauf Sie bei sich und Ihrem Kind achten sollten hinsichtlich zahngesunder Ernährung. Manche Lebensmittel erscheinen uns auf den ersten Blick gar nicht so sehr als Gefahr für unsere Zähne, doch wenn die Zahnpflege nicht regelmäßig und gründlich durchgeführt wird, können manche Lebensmittel schnell zu schmerzhaften Zahnerkrankungen führen. Mit den folgenden Informationen möchten wir Sie auf mögliche Risiken aufmerksam machen und Ihnen so helfen, Ihre Zahngesundheit zu erhalten. Sollten Sie noch Fragen haben, so kontaktieren Sie uns und wir beraten Sie gerne!

Süße Lebensmittel: Je weniger, desto besser!

Da Zucker als Grundlage zur Entstehung und Vermehrung von Kariesbakterien dient, sollten Kinder so wenig wie möglich davon konsumieren: Je weniger, desto besser! Alle Zuckerarten fügen unseren Zähnen großen Schaden zu und führen im schlimmsten Fall zu Karies: Haushaltszucker, Traubenzucker, Honig, Fruchtzucker, Sirup oder Maltodextrin. Wenn zuckerhaltige Produkte konsumiert werden, dann am besten direkt nach den Hauptmahlzeiten und mit anschließendem Zähneputzen. Ist die Zahnbürste einmal nicht in Reichweite, wird der Mund am besten gründlich mit Wasser ausgespült, damit keine Essensreste an den Zähnen hängen bleiben.

Vorsicht bei Getränken!

Kinder neigen dazu, sich süße Getränke auszusuchen. Dies ist jedoch gefährlich für ihre Zahngesundheit. So sind beispielsweise Saftschorlen, Limonaden und Eistees in großen Mengen schon allein wegen ihres sehr hohen Zuckeranteils nicht geeignet für Kinder. Neben Zucker enthalten einige gesüßte Getränke auch Zitronensäure, die den Zahnschmelz enorm angreift. Eistee enthält dazu noch Schwarztee, der die Zähne nach hohem Konsum verfärben und die Zahnsubstanz verändern kann. Darüber hinaus ist das in Schwarztee enthaltene Koffein für Kinder nicht empfehlenswert, da es sie unruhig macht und ihnen das Einschlafen erschwert.

Es ist daher zu empfehlen, dass Kinder von Anfang an von ihren Eltern an Wasser und ungesüßte Tees (ohne Koffein) gewöhnt werden.

Nuckelflaschenkaries– ein stark unterschätztes Risiko

Kinder dürfen nicht ununterbrochen an Nuckelflaschen oder Schnabeltassen nuckeln, da sonst die Gefahr eines schmerzhaften „Nuckelflaschenkaries“ droht. Übrigens treten  „Nuckelflaschenschäden“ sowohl bei gesüßten als auch bei ungesüßten Getränken in der Nuckelflasche auf!

Milchprodukte: Kalzium für die Entwicklung der Zähne

Damit sich die Zähne von Kindern gut entwickeln, benötigen sie unbedingt Kalzium. Dieses steckt vor allem in Milchprodukten, aber auch in Gemüse (Brokkoli, Fenchel, Grünkohl), Mineralwasser (dessen Wert an Kalzium pro Liter über 150 mg beträgt) sowie weiteren Lebensmitteln, denen Kalzium hinzugefügt wurde (z.B. Fruchtsäfte).

Kauen ist wichtig!

Beim Kauen wird die Menge an Speichel erhöht, der bis zu einem bestimmten Grad Karies verhindern kann. Er setzt sich unter anderem aus Kalzium und Phosphat zusammen, die dazu fähig sind, angegriffene Stellen im Zahnschmelz zu „reparieren“.

Folgende Lebensmittel sollten Kinder regelmäßig essen, da sie dabei gut kauen müssen:

  • Gemüserohkost
  • Knackiges Obst
  • Vollkornbrot
  • Müsli

Pausen zwischen den Mahlzeiten

Kinder sollten ausreichend lange Pausen zwischen den Mahlzeiten haben und nicht andauernd etwas essen, denn nur so hat der Speichel die Möglichkeit, seine natürliche Schutzfunktion auszuüben, und wichtige Mineralstoffe haben die Chance, in die Zähne zu gelangen.

Zähneputzen nach dem Essen – worauf muss man achten?

Nach Süßigkeiten oder anderen zuckerhaltigen Produkten ist es wichtig, sich direkt im Anschluss die Zähne zu putzen, denn so kann der für die Zahngesundheit gefährliche Zahnbelag verhindert werden. Es ist daher ratsam, auch unterwegs eine Zahnbürste und Zahnpasta dabei zu haben. Ist es einmal nicht möglich, sich die Zähne sofort zu putzen, sollte der Mund gründlich mit Wasser ausgespült oder ein zuckerfreier Zahnkaugummi gekaut werden.

Anders verhält es sich beim Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln wie Zitrusfrüchten, Säften oder Süßigkeiten, die Zitronensäure enthalten. Damit der durch die Säure angelöste Zahnschmelz nicht beschädigt wird, sollte man hier erst nach mindestens 30 Minuten mit dem Zähneputzen beginnen.

Allgemein gilt: Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nehmen Kinder genügend Nährstoffe auf, die sie benötigen, damit ihr Körper bestens versorgt ist und somit auch Zähne und Zahnfleisch beim Aufbau und Festigung unterstützt werden.

Ernährung während der Schwangerschaft

Vor allem schwangere Frauen sollten auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, damit sich das Baby optimal entwickeln kann. Sowohl die Schwangere selbst als auch das Baby profitieren davon, da die körperliche, geistige und auch die soziale Entwicklung stark von der Ernährung abhängt. Je gesünder und ausgewogener die Ernährung ist, desto besser ist die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch Knochen und Zähne profitieren sehr davon.

Während der Schwangerschaft muss auf eine sehr gründliche Mundpflege geachtet werden, da das Zahnfleisch bei Schwangeren aufgrund der Hormonumstellung deutlich stärker durchblutet ist. Es wird dann weicher und es kann leicht zu Schwellungen kommen. Leider ist während der Schwangerschaft die potentielle Gefahr von Entzündungen erhöht, weil sich Bakterien in dieser Zeit leichter einnisten können.