Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Bianca Wirnharter - Endodontologin, Implantologin und zahnärztliche Hypnotherapeutin

Zahnärztlicher Notfall

Tipps für den zahnärztlichen Notfall von Dr. Wirnharter - Ihr Zahnarzt in Amerdingen

Die folgenden Ratschläge und Tipps, die wir Ihnen hier geben, sind reine Verhaltensregeln. Dies bedeutet, dass Sie grundsätzlich bei jedem zahnärztlichen Notfall schnellstmöglich einen Zahnarzt aufsuchen sollten. Denn nur bei einer persönlichen Konsultation eines Zahnarztes kann dieser eine Diagnose und mögliche Therapieoptionen ausführen für Ihren individuellen Notfall.

Die Einnahme von Schmerzmitteln sollte nur auf ärztlichen Rat hin erfolgen, da Schmerzmittel Nebenwirkungen haben können oder sich möglicherweise mit manch anderen Medikamenten nicht vertragen.

Bevor Sie also ein Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen einnehmen, wäre es besser einen Zahnarzt zu kontaktieren.

Sollten Sie gerade eine Erkältung haben oder sich in der Phase kurz nach einer Erkältung befinden, so kann es manchmal sein, dass Zahnschmerzen auftreten, die jedoch meist von Entzündungen der Nasennebenhöhlen herrühren. Wenn Sie beispielsweise den Eindruck haben, dass beim Vorne-Überbeugen des Oberkörpers oder beim Bücken Ihre Zähne schmerzen, so sollten Sie auch Ihren Hausarzt aufsuchen und gegebenenfalls einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt kontaktieren.

Im Folgenden haben wir für Sie ein paar typische Fälle eines zahnärztlichen Notfalls aufgeführt:
  • 1 Schmerzen nach Zahnentfernung, Implantation, Wurzelbehandlungen, o.ä. (Chirurgische Eingriffe)

    Es kommt sehr häufig vor, dass Sie nach einem chirurgischen Eingriff Wundschmerzen verspüren werden. Sollten die Schmerzen so stark sein, dass Sie Schmerzmittel einnehmen möchten, so kontaktieren Sie vor der Einnahme einen Zahnarzt, welches Schmerzmittel und in welcher Dosierung Sie es verwenden sollten. Nach einem chirurgischen Eingriff ist es wichtig, dass Sie die Wunde von außen kühlen, um unter anderem einer Schwellung entgegen zu wirken (vermeiden Sie jedoch eine Unterkühlung!). Zudem sollten Sie auf körperlich-anstrengende Tätigkeiten unbedingt verzichten. Die nächsten 24 Stunden nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff sollten Sie dringend Alkohol und Nikotin vermeiden. Auch von Lebensmitteln, die Milch oder Mehl enthalten, wird 1-2 Tage nach einem Eingriff abgeraten. Bei der täglichen Zahnpflege ist es wichtig behutsam vorzugehen und die Wunde nicht zu reizen. Es empfiehlt sich die zusätzliche Verwendung einer Mundspüllösung. Nehmen Sie unbedingt die Termine zur Nachkontrolle wahr und kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihren Zahnarzt, sollten die Schmerzen vor dem nächsten Termin schlimmer/unangenehm werden.

  • 2 Anhaltendes Bluten

    Nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff kann eine leichte Blutung 2-4 Stunden nach der Behandlung eintreten. Dies hängt meistens mit dem Abbau der Betäubung zusammen. Sollte es jedoch nach 12 Stunden erneut und stärker anfangen zu bluten, so kann eine Störung im Prozess der Wundheilung vorliegen. Versuchen Sie dann umgehend die Blutung mit einem Stofftuch zu stillen (Stofftuch auf Wunde legen und ca. 30 Minuten drauf beißen) und kontaktieren Sie einen Zahnarzt.

  • 3Ausgeschlagener Zahn

    Suchen Sie den Zahn und fassen Sie ihn nur an der Zahnkrone an (niemals an der Zahnwurzel!). Reinigen Sie den Zahn nicht. Der Zahn muss schnellstmöglich feucht (Zahnwurzelgewebe darf nicht austrocknen) in einer Zahnrettungsbox (in der Apotheke erhältlich) aufgehoben werden. Dies sollte innerhalb von 20 Minuten geschehen. Falls keine Rettungsbox greifbar ist, kann für kurze Zeit notfalls fettarme H-Milch (Sterilmilch) oder isotone Kochsalzlösung (Arzt/Apotheke) verwendet werden. Es sollte schnellstmöglich ein Zahnarzt aufgesucht werden, damit die Chance gewahrt werden kann, dass der Zahn wieder anwächst!

  • 4Dicke Backe

    In diesem Fall liegt oft eine akute und bakterielle Infektion vor, die sofort durch einen Zahnarzt behandelt werden muss. Die Infektion darf sich keinesfalls weiter ausbreiten! Vermeiden Sie unbedingt körperlich-anstrengende Tätigkeiten und Wärme (beispielsweise durch die Sonne, Sauna, etc.).

  • 5 Scharfe Kante

    Wenn Sie eine scharfe Kante mit der Zunge spüren, so kann eine Füllung nicht in Ordnung sein, ein Draht (Kieferorthopädie) stören, ein Provisorium nicht intakt oder ein Zahnfragment abgebrochen sein. Um Verletzungen an Ihrer Zunge oder Mundschleimhaut zu vermeiden, sollten Sie nicht mit der Zunge über die unangenehme Stelle gehen, sondern sofort Ihren Zahnarzt informieren. Versuchen Sie bitte nicht selbst das Problem zu beheben, denn Sie könnten sich dabei verletzen!

  • 6Gebrochene Kunststoffprothese

    Sollte Ihre Kunststoffprothese beschädigt sein, melden Sie sich am besten umgehend bei einem Zahnarzt. Sie dürfen auf keinen Fall selbst versuchen den Bruch zu reparieren. Denn handelsübliche Sekundenkleber sind zum einen ungeeignet und zum anderen gesundheitsgefährdend!

  • 7Druckstelle

    Manchmal können neue Prothesen zu unangenehmen Druckstellen führen. Informieren Sie unbedingt Ihren Zahnarzt über das Problem. Auch wenn die Prothese drückt, sollten Sie einige Stunden vor Ihrem Zahnarzttermin die Prothese tragen, damit Ihr Zahnarzt sieht, wo die Prothese drückt. Verzichten Sie bei einer schmerzenden Druckstelle auf säuerliche Lebensmittel. Ebenso sollten Sie keine körnigen Nahrungsmittel zu sich nehmen, da diese schmerzen können, sollten sie unter Ihre Prothese kommen.

  • 8Verlorenes oder zerbrochenes Provisorium

    Ist das Provisorium unbeschädigt herausgefallen, so können Sie zuerst einmal selbst versuchen das Provisorium richtig einzusetzen, nachdem sie es mit Wasser und Zahnbürste gereinigt haben. Sollte Ihnen dies nicht gelingen oder ist das Provisorium beschädigt, so vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Zahnarzt.

  • 9Verlorene Krone/Inlay/Brücke

    Kronen, Inlays oder Brücken können im Laufe der Jahre herausfallen, da die Wirkung des Befestigungszements nachlassen kann. Sie sollten in diesem Fall Ihren Zahnarzt aufsuchen und die Versorgung wieder einsetzen lassen. Es kann jedoch auch sein, dass die Versorgung aufgrund einer Karieserkrankung verloren gegangen ist. In diesem Fall wird der Zahnarzt zuerst die Karies behandeln und danach die Versorgung schliesslich wieder einsetzen.

  • 10 Verlorene oder beschädigte Füllung

    Es kann passieren, dass Füllungen locker werden und herausfallen. Ein Grund für eine verlorene Füllung kann auch eine darunter liegende Karies sein. Sollte Ihnen eine Füllung herausfallen oder abgebrochen sein, so sollten Sie schnellstmöglich Ihren Zahnarzt kontaktieren. Bis zu Ihrem Zahnarzttermin sollten Sie keine harten Lebensmittel kauen, da sonst Ihr betroffener Zahn stark beschädigt werden könnte.

  • 11Zahnfraktur

    Sollte bei der Fraktur nur die oberste Zahnschicht (Zahnschmelz) betroffen sein, so kann der Zahnarzt den Zahn glätten und eine kleine Füllung einsetzen. Ist ein grösserer Teil des Zahnes beschädigt worden, beispielsweise durch einen Unfall, so sollte sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden.

  • 12 Empfindlicher Zahn

    Ist ein Zahn aufbiss- oder berührungsempfindlich, so liegt häufig eine Entzündung der Zahnwurzel vor. Sie sollten in diesem Fall sofort einen Zahnarzt aufsuchen, um Schwellungen zu vermeiden. Vermeiden Sie Sonne, körperlich-anstrengende Tätigkeiten und Kaffee, Tee oder Cola (Koffein). Kühlen Sie den betroffenen Zahn.

  • 13Kälteempfindlichkeit

    Folgende Ursachen können einen Zahn auf Kälte empfindlich reagieren lassen: Karieserkrankung, undichte Füllung, freiliegende Zahnhälse, stressbedingtes Aufeinanderbeissen oder stetiges Herumbeissen auf Gegenständen. Manchmal sind die Zähne nach einer Versorgung mit einer neuen Füllung oder Krone kurzzeitig etwas kälteempfindlich. Kontaktieren Sie bei einer Überempfindlichkeit auf Kälte Ihren Zahnarzt, denn eine Karieserkrankung oder undichte Füllung sollte schnellstmöglich behandelt werden.

  • 14Wärmeempfindlichkeit

    Die Ursache hierfür liegt meist in einer Entzündung des Zahnnervs. Oft verschwindet der Schmerz für kurze Zeit nach dem Spülen mit kaltem Wasser. Egal, ob die Schmerzen (kurzzeitig) aufhören, Sie sollten auf alle Fälle Ihren Zahnarzt konsultieren, denn es kann sein, dass Ihr Zahnnerv ansonsten abstirbt (dies kann ohne Schmerzen einhergehen!). Daraufhin kommt es häufig zur Vereiterung des betroffenen Zahnes und als Folge kann eine Wurzelbehandlung nötig sein.

  • 15 Blutendes Zahnfleisch

    Bei einer leichten Blutung kann die Reizung des Zahnfleisches der Grund sein. Dies kann durch eine zu grobe Zahnputztechnik oder bei der Verwendung von Zahnseide hervorgerufen werden. Manchmal kann auch eine Verletzung durch Zahnstocher oder andere spitze Gegenstände ein Bluten auslösen. Sollte das Bluten regelmässig auftreten, so sollten Sie unbedingt Ihren Zahnarzt aufsuchen, denn dann könnte eine Parodontose (Zahnfleischentzündung) vorliegen, die behandelt werden sollte.

  • 16Kiefersperre (Mund kann nicht ganz geschlossen werden)

    Eine Kiefersperre kann eintreten, wenn das Kiefergelenk ausgerenkt ist. In solch einem Fall sollten Sie umgehend einen Zahnarzt das Kiefergelenk wieder einrenken lassen. Eine weitere Ursache für eine Kiefersperre kann eine Füllung sein, die zu hoch ist oder ein Zahnersatz, der nicht ordentlich passt. Auch hier sollten Sie sich sofort bei einem Zahnarzt melden, damit das Problem schnellstmöglich behoben werden kann.

  • 17Kieferklemme (Mund kann nicht ganz geöffnet werden)

    Hier liegt der Grund meist in einer Weisheitszahnentzündung. Eine Kieferklemme kann jedoch auch durch starke Muskelverspannungen entstehen. Beim Eintreten einer Kieferklemme sollte sofort ein Zahnarzt konsultiert werden.